Warum wir bloggen wollen | Modernes Publizieren

Warum wir bloggen wollen

Offene Forschung lebt wesentlich von Transparenz, Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Schritte, die zum Ergebnis führen. Transparenz und Nachvollziehbarkeit müssen aber nicht zwingend nur nachgeschaltet und dokumentierend im Sinne eines Berichts eingelöst werden. Die beiden zentralen Werte offener Forschung können schon flankierend zum Prozess im Vordergrund stehen.

Es ist uns daher im Projektteam nicht schwergefallen, zu diesem Zweck ein prozessbegleitendes Blog aufzusetzen. Hier wollen wir unsere Fragen, Fortschritte, Umwege, Fehlschläge und Erfolge teilen.

Ziele

Wir erhoffen uns mit dem Schreiben über unseren Forschungs- und Entwicklungsprozess Anschluss an die verschiedenen Communitys zu finden, die sich mit unseren Themen befassen. Zum einen die Entwicklungs- und Anwendungscommunitys von GitLab, OJS, Hypothesis und pandoc-scholar. Zum anderen aber auch die unterschiedlichen wissenschaftlichen Communitys, für die das Schreiben über ihre Forschung ein selbstverständlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist.

Wir möchten in diesem Blog erklären, wie wir uns Wege des Schreibens, Kollaborierens und Publizierens in digitalen Zeiten vorstellen und erhoffen uns eine fruchtbare Diskussion.

Zentrale Fragestellungen

Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen komplementär zur Entwicklung eines konkreten sozio-technischen Systems die folgenden Fragestellungen:

  • Was verstehen wir unter modernen Formen des Publizierens?
  • Welche Chancen und Herausforderungen birgt unser Technikstack (GitLab/OJS/Hypothesis/pandoc-scholar) für sozio-technische Schreib- und Publikationssysteme?
  • Wie sichern wir die Qualität wissenschaftlicher Publikationen in bewährter und verbesserter Manier?
  • Wie können wir die Wertvorstellungen von Open Science in unserem System implemetieren und kommunizieren?

Vorbild und Gegenstand zugleich

Indem wir bloggen, kommunizieren wir über unseren Gegenstand wie auch über uns selbst. Denn in der Regel verändern Projekte dieser Art die beteiligten Individuen und das Team. Wir sind ähnlich, wie es Christian Heise (2017) in seiner “Offenen Doktorarbeit” beschrieben hat, Ethnograph_innen unserer selbst. Was macht es mit uns, hier offen zu schreiben über das, was wir vorhaben, was wir entwickelt haben und was noch nicht funktioniert? Was macht es mit uns, wenn die interessierte wissenschaftliche Community darauf reagiert und uns kritisiert und anregt?

Sprachen und Kommentare

Um international anschlussfähig zu sein, haben wir uns entschieden, dieses Blog auch auf Englisch zu schreiben. Damit das leistbar ist, werden wir Gebrauch von Übersetzungs-KIs machen, vornehmlich von DeepL.

Um das Feedback unser Leser_innen einzufangen, setzen wir für die Blogkommentare auch auf Hypothesis. Damit hoffen wir, das Tool bekannter zu machen und mögliche Stolpersteine in der Einbindung und Usability zu identifizieren.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch!

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Axel Dürkop
Teamleiter, Systemarchitekt und technische Umsetzung